{"id":280,"date":"2021-10-06T16:31:13","date_gmt":"2021-10-06T14:31:13","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.galerie-klaus-benden.de\/?post_type=artist&#038;p=280"},"modified":"2022-09-15T14:08:12","modified_gmt":"2022-09-15T12:08:12","slug":"james-rosenquist","status":"publish","type":"artist","link":"https:\/\/galerie-benden-ackermann.de\/en\/artist\/james-rosenquist\/","title":{"rendered":"James Rosenquist"},"content":{"rendered":"<p><strong>* 1933 Grand Forks, North Dakota<\/strong><br \/>\n<strong>\u2020 2017 New York City, New York<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>\u201cIch wei\u00df noch immer nicht, was Pop Art bedeutet, um ehrlich zu sein.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>James Rosenquist, der Amerikaner mit schwedischen Wurzeln, ist einer der bedeutenden K\u00fcnstler der amerikanischen Pop Art.<\/p>\n<p>In ihren Billboard-Formaten erinnern seine Arbeiten an Reklamefl\u00e4chen. Sein gr\u00f6\u00dftes Werk, \u201e<em>The Swimmer in the Economist\u201d<\/em>, von 1997\/98, bestehend aus drei Teilen, ist fast 50 Meter lang. Sein wohl bekanntestes <em>\u201eF-111\u201c<\/em> von 1965, ein vierseitiges Raum-Gem\u00e4lde, erreicht etwa 26 Meter.<\/p>\n<p>F\u00fcr Werbung besa\u00df Rosenquist einen unbestechlichen Blick. Schon in den 1950er Jahren hatte er in Minneapolis, um seinen Lebensunterhalt als Maler von Werbe- und Kinoplakaten zu verdienen, gro\u00dffl\u00e4chig f\u00fcr Coca-Cola, Cadillac und die Northwest-Airlines Werbetafeln geschaffen und bis 1962 Plakatw\u00e4nde in Brooklyn und Manhattan, auch am Times Square, gemalt. Damals \u00fcbertrug er kleine Werbevorlagen auf riesige H\u00e4userw\u00e4nde. Diese Erfahrung nutzte er in seiner Kunst, um Motivdetails aus Anzeigen und Artikeln des <em>Life<\/em>-Magazins ins Monumentale zu vergr\u00f6\u00dfern. In Interviews hat er stets betont, dass ihn die Plakatmalerei st\u00e4rker beeinflusst habe als das Kunststudium in Minneapolis und sp\u00e4ter in New York.<\/p>\n<p>Seine Bildfindungen resultieren aus seinem gro\u00dfen Interessen an den gesellschaftlichen und politischen Ereignissen seiner Zeit. Rosenquist war politischer als andere Pop Art-K\u00fcnstler.<br \/>\nSeine Bildsprache verzerrt den amerikanischen Konsumrausch ins Absurde. Die in einem assoziativen Zusammenhang vergr\u00f6\u00dferten Reproduktionen von Bilddetails beziehen sich auf die Motive des American Way of Life: das Auto und die amerikanische Mobilit\u00e4t, Sex, Instant Food (Spaghetti mit Tomatensauce aus der Dose) und oft auf Firmen, die sowohl bekannte amerikanische Konsumg\u00fcter wie Bestandteile t\u00f6dlicher Waffen herstellten: etwa Dow Chemical, General Electric oder Firestone.<\/p>\n<p><em>\u201eF-111\u201c<\/em> kann als Auseinandersetzung mit dem Vietnam-Krieg gedeutet werden. Die Arbeit machte Rosenquist ber\u00fchmt und wurde in Anspielung auf Picassos ber\u00fchmtes Antikriegsbild das \u201eGuernica der 60er Jahre\u201c genannt. Als er f\u00fcr die Deutsche Bank die monumentale Arbeit <em>\u201eThe Swimmer in the Economist\u201d<\/em> malte, schuf er seiner Meinung nach eine Abrechnung mit dem Kapitalismus. Doch sein Kunde h\u00e4ngte die Arbeit voller Stolz an die W\u00e4nde seiner Guggenheim-Dependance in Berlin.<\/p>\n<p>Rosenquist vertraute darauf, dass sich die Hintergr\u00fcnde seiner Kunst ohne Verweis auf die Quellen vermitteln w\u00fcrden. Quellen seiner Bildfindung waren hunderte der ber\u00fchmten amerikanischen <em>Life<\/em>-Magazine.<\/p>\n<p>Mit der gro\u00df angelegten Ausstellung <em>\u201eJames Rosenquist \u2013 Eintauchen ins Bild\u201c<\/em> widmete das Museum Ludwig K\u00f6ln dem K\u00fcnstler 2017\/18 eine umfangreiche, international beachtete und ausgezeichnete Ausstellung. Der K\u00fcnstler hatte Konzept und Werkauswahl noch selbst autorisiert und den Entwicklungsprozess von Beginn an begleitet. An der Er\u00f6ffnung am 18. November 2017 konnte er nicht mehr teilnehmen. Er starb am 31. M\u00e4rz 2017 in New York. Die Ausstellung wurde zur ersten gro\u00dfen Hommage an den verstorbenen K\u00fcnstler. Neben Arbeiten der eigenen Sammlung und gro\u00dfz\u00fcgigen Leihgaben von James Rosenquist selbst wurden wichtige Werke aus Museen wie dem MoMA und dem Guggenheim Museum in New York, dem Centre Georges Pompidou in Paris und dem Moderna Museet in Stockholm gezeigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3516,"template":"","tags":[],"class_list":["post-280","artist","type-artist","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/galerie-benden-ackermann.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/artist\/280","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/galerie-benden-ackermann.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/artist"}],"about":[{"href":"https:\/\/galerie-benden-ackermann.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/artist"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/galerie-benden-ackermann.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/galerie-benden-ackermann.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/artist\/280\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2689,"href":"https:\/\/galerie-benden-ackermann.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/artist\/280\/revisions\/2689"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/galerie-benden-ackermann.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3516"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/galerie-benden-ackermann.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=280"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/galerie-benden-ackermann.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}