
Burgrieden/Rot
5. Roter Kunstsalon
Oct 15–22, 2020

Ort: Areal Böhler, Hansaallee 321, 40549 Düsseldorf
Zeitraum: Apr 16–19, 2026
Mit unserer Teilnahme an der Art Düsseldorf 2026 präsentieren wir die Galerie Benden & Ackermann erstmals auf dieser Messe und freuen uns, unser Programm in einem Umfeld vorzustellen, das in besonderer Weise für den Dialog zwischen internationaler Kunst und regionaler Sammlerkultur steht. Als im Rheinland verankerte und international ausgerichtete Galerie verfolgen wir seit über 35 Jahren ein klar profiliertes Programm zwischen Nachkriegskunst und zeitgenössischer Kunst. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf ikonischen Positionen der amerikanischen Pop Art, die unser Galerieprogramm seit vielen Jahren prägen. Dazu gehören unter anderem Werke von Andy Warhol, Tom Wesselmann, Roy Lichtenstein, Robert Indiana, James Rosenquist, Keith Haring, Robert Rauschenberg und Alex Katz. Parallel dazu fördern wir zeitgenössische künstlerische Positionen und entwickeln Ausstellungen, die aktuelle Bildsprachen und Materialien konsequent weiterdenken.
Für unseren Messeauftritt auf der Art Düsseldorf rücken wir die besondere historische und kulturelle Verbindung zwischen der amerikanischen Pop Art und dem Rheinland in den Mittelpunkt. Diese Beziehung ist weit mehr als ein kunsthistorischer Nebenaspekt: Sie ist Teil einer gewachsenen kulturellen Identität der Region. Bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren entwickelte sich das Rheinland, insbesondere Düsseldorf und Köln, zu einem zentralen europäischen Ort für die Rezeption amerikanischer Pop Art. Neue künstlerische Positionen trafen hier auf ein offenes Umfeld, auf Resonanz, Sammlerinteresse und institutionelle Aufmerksamkeit. Maßgeblich getragen wurde diese Entwicklung nicht nur durch Museen, sondern auch durch prägende Galerien und Akteure, die amerikanische Positionen früh sichtbar machten, sie in private und institutionelle Sammlungen vermittelten und dauerhaft im kuratorischen wie kunsttheoretischen Diskurs verankerten.
Ausgangspunkt unseres Konzepts ist der künstlerische Dialog zwischen Joseph Beuys und Andy Warhol, der exemplarisch für den transatlantischen Austausch dieser Zeit steht und bis heute nachwirkt. Die Begegnung dieser beiden Künstlerpersönlichkeiten verweist auf zwei sehr unterschiedliche, zugleich aber in ihrer Wirkung eng verbundene Verständnisse von Kunst: auf der einen Seite Warhols Auseinandersetzung mit Konsumkultur, Massenmedien und serieller Bildproduktion, auf der anderen Seite Beuys’ gesellschaftlich erweitertes Kunstverständnis. Gerade im Rheinland entstand aus diesen unterschiedlichen Ansätzen ein produktiver Resonanzraum, der den Blick auf die Rolle von Kunst in der Gesellschaft bis heute prägt. Die wiederholten Aufenthalte Andy Warhols in Düsseldorf und seine Begegnungen mit Joseph Beuys stehen dabei sinnbildlich für einen Austausch, der weit über einzelne Ausstellungen hinausweist.
Ein weiterer wesentlicher Bezugspunkt unseres Messeauftritts ist die seit den frühen 1990er-Jahren gewachsene und außergewöhnlich starke Sammlerschaft im Rheinland, die sich intensiv mit amerikanischer Pop Art auseinandersetzt. Gerade diese gewachsene Nähe zu zentralen Positionen der Pop Art hat die Region über Jahrzehnte nachhaltig geprägt. Dazu zählt insbesondere die kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Werk von Tom Wesselmann, das innerhalb dieser Sammlerkultur einen besonderen Stellenwert einnimmt. Diese historischen, künstlerischen und sammlerischen Bezüge bilden den inhaltlichen Rahmen unserer Präsentation auf der Art Düsseldorf.
Begleitend zu unserem Messeauftritt zeigen wir parallel in unseren Galerieräumen in Düsseldorf eine Sonderausstellung mit Werken von Simon Evertz, Willi Siber und Martina Ziegler. Damit erweitern wir die Präsentation zur Art Düsseldorf bewusst über den Messestand hinaus und schaffen einen zusätzlichen Ort der Begegnung und Vertiefung. Die Sonderausstellung eröffnet einen Dialog mit drei zeitgenössischen Positionen, die auf sehr unterschiedliche Weise aktuelle Formen von Malerei, Objekt und Materialität verhandeln und damit einen spannungsreichen Gegenpol sowie eine inhaltliche Erweiterung zu unserem Messekonzept bilden. Die Verbindung von Messepräsentation und Galerieausstellung erlaubt es uns, unser Programm in seiner ganzen Bandbreite sichtbar zu machen: von kunsthistorisch bedeutenden Positionen der amerikanischen Pop Art bis hin zu zeitgenössischen künstlerischen Ansätzen, die unsere Gegenwart mit eigener Bildsprache und Materialintelligenz reflektieren. Die drei Künstler sind in eurem aktuellen Ausstellungsprogramm ausdrücklich genannt.
Mit unserer Teilnahme an der Art Düsseldorf und der parallel stattfindenden Sonderausstellung möchten wir nicht nur einzelne Werke präsentieren, sondern ein inhaltlich verdichtetes Bild unserer Galeriearbeit vermitteln: ein Programm, das auf Qualität, kunsthistorische Relevanz und sammlerische Substanz setzt und zugleich den Bezug zur Region bewusst ernst nimmt. Die Art Düsseldorf ist für uns der ideale Ort, um diese Verbindung von internationaler Ausrichtung, rheinischer Verankerung und zeitgenössischer Offenheit sichtbar zu machen und mit Sammlerinnen und Sammlern, Interessierten und Fachpublikum ins Gespräch zu kommen.